Typklasse - KFZ Versicherung
Bis zum Jahr 1996 wurde die Höhe des jährlichen Beitrags für die Autoversicherung die Motorleistung in KW herangezogen. Diese Vorgehensweise galt sowohl für die Kfz-Haftpflicht als auch für die Kaskoversicherung. Da man aber festgestellt hat, daß Autos mit stärkerer Motorleistung und größerer Höchstgeschwindigkeit nicht unbedingt mehr Unfälle verursachen als Kraftfahrzeuge mit einer niedrigeren Motorstärke und diese Fahrzeuge somit in der Autoversicherung quasi benachteiligt wurden, wurde daher als neue Grundlage für die Beitragsberechnung im Rahmen der Autoversicherungen unter anderem die Typklasse eingeführt.
Die Typklasse gibt Aufschluss darüber, wie oft Fahrzeuge des jeweiligen Typs statistisch gesehen an Unfällen in Deutschland beteiligt sind. Dazu werden die etwa 14.000 Fahrzeuge in der Kfz-Haftpflichtversicherung in Typklassen von 10 bis 25 eingeteilt. Bei der Vollkasko erfolgt die Einstufen in den Typklassen 10 – 33, während die Teilkasko zusätzlich noch die Typklasse 34 kennt. Je höher die Unfallhäufigkeit eines bestimmten Fahrzeugtyps, desto höher wird es in der Typklasse eingestuft werden, Typklasse 20 signalisiert also eine höhere Unfallquote als Typklasse 10. Erfahrungsgemäß werden ältere oder gebrauchte Fahrzeuge bei der Autoversicherung höher eingestuft als Neuwagen. Zu erklären ist diese Tatsache dadurch, dass die günstigeren Autos vor allem bei jüngeren Autofahrern sehr beliebt sind, die noch über relativ wenig Erfahrung im Straßenverkehr verfügen. Dementsprechend häufiger sind diese Autos an Unfällen beteiligt. Fahrzeuge, die neu auf dem Markt eingeführt werden, werden im ersten Jahr in dieselbe Typklasse eingestuft wie bereits auf dem Markt vorhandene ähnliche Modelle. Diese Vergleichsmodelle können durchaus auch Fabrikate anderer Hersteller sein.
Die Typklassen werden durch die Autoversicherer regelmässig aktualisiert. Dies geschieht in einem jährlichen Rhythmus, um die Preise für die Autoversicherungen möglichst aktuell an die Schadensverläufe der jeweiligen Autotypen anzupassen. Der Zeitpunkt für diese Neueinteilung ist am 1. Oktober eines jeden Jahres. Unabhängige Treuhänder werden dann beauftragt, den anteiligen Schadensbedarf jedes Fahrzeugtyps vom Gesamtschadensbedarf innerhalb des Referenzzeitraums vom 01.10. des Vorjahres bis zum 30.09. des laufenden Jahres individuell zu bestimmen. Sollte aufgrund einer Einstufung in eine höhere Typklasse zu einer Beitragserhöhung bei der Autoversicherung führen, so besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht seitens des Versicherungsnehmers. Auch wenn die Typklassen für alle Autoversicherungen verbindlich sind, kann ein Wechsel, der ohne die Neueinstufung unter Umständen gar nicht möglich gewesen wäre, durchaus Sinn machen. Ein Vergleich der Autoversicherungen wird zeigen, ob es nicht doch die Möglichkeit einer günstigeren Autoversicherung als die bisherige gibt.
Die Typklassen werden durch die Autoversicherer regelmässig aktualisiert. Dies geschieht in einem jährlichen Rhythmus, um die Preise für die Autoversicherungen möglichst aktuell an die Schadensverläufe der jeweiligen Autotypen anzupassen. Der Zeitpunkt für diese Neueinteilung ist am 1. Oktober eines jeden Jahres. Unabhängige Treuhänder werden dann beauftragt, den anteiligen Schadensbedarf jedes Fahrzeugtyps vom Gesamtschadensbedarf innerhalb des Referenzzeitraums vom 01.10. des Vorjahres bis zum 30.09. des laufenden Jahres individuell zu bestimmen. Sollte aufgrund einer Einstufung in eine höhere Typklasse zu einer Beitragserhöhung bei der Autoversicherung führen, so besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht seitens des Versicherungsnehmers. Auch wenn die Typklassen für alle Autoversicherungen verbindlich sind, kann ein Wechsel, der ohne die Neueinstufung unter Umständen gar nicht möglich gewesen wäre, durchaus Sinn machen. Ein Vergleich der Autoversicherungen wird zeigen, ob es nicht doch die Möglichkeit einer günstigeren Autoversicherung als die bisherige gibt.